ProtagonistInnen und ihre Kunst.

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ProtagonistInnen und ihre Kunst.

ProtagonistInnen und ihre Kunst.

In den Drehvorlagen hatte ich geschrieben, Renate, Boris, Daniel und Schang hätten nach einem massiven körperlichen Einbruch andere Arbeitsweisen entwickeln müssen, und ich würde sie nun mit der Kamera dabei begleiten, wie sie sich mit ihren beschränkten Möglichkeiten künstlerisch auszudrücken suchen.

Da hatte ich mich getäuscht. Während den drei Jahren der Dreharbeiten ergaben sich immer neue körperliche Einschränkungen, was manchmal auch zum Entdecken neuer Möglichkeiten führte. Und überraschend wurde auch Verlorengeglaubtes wieder möglich.

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Die ProtagonistInnen in den drei Jahren der Dreharbeiten.

Renate Flury.

Vergangenheit:

(Pianistin, Tänzerin) Steinbildhauerin. Hatte dann für ihre plastischen Arbeiten zu Materialien gewechselt, die leichter zu bearbeiten waren: Ton, Gips, Wachs, Kunststoffe.

Zu Beginn der Dreharbeiten:

Zeichnen und Malen.

In den drei Jahren der Dreharbeiten:

Weiterhin zweidimensionale Arbeiten: Tusche-Zeichnungen, Malen.

Im dritten Jahr:

Mehrfarbige Bilder am Computer «Wenn die Hand nicht mehr will, muss halt der Arm das Zeichnen lernen.» (Mit der Maus des PCs). Und wieder Dreidimensionales, doch nun mit Ton und Gips realisiert. Und von Zeit zu Zeit sind auch grossformatige Bilder möglich.

Boris Mlosch.

Vergangenheit:

Steinbildhauer, Radierungen.

Zu Beginn der Dreharbeiten:

Malen.

In den drei Jahren der Dreharbeiten:

Malen.

Überraschend sind Holz- und Steinplastiken wieder möglich (doch bleiben es Anfänge). Wieder Malen.

Im dritten Jahr: Kleine Radierungen (bis kurz vor seinem Tod).

Daniel Pestel.

Vergangenheit:

Monumentale Holzplastiken und Assemblagen aus verschiedenen Materialien.

Zu Beginn der Dreharbeiten:

Kleine Objekte (Assemblagen aus verschiedenen Materialien).

Im dritten Jahr:

Weiterhin kleine Objekte, doch nun auch kleine Bilder, Collagen.

Schang Hutter.

Vergangenheit:

Gips- und Holzplastiken (vieles davon gegossen), monumentale Stahlplastiken, Zeichnungen, Lithographien.

Zu Beginn der Dreharbeiten (und über ein Jahr hinweg):

Eine Holzplastik in Arbeit, die nicht fertig wird.

Grösstenteils mit dem Umzug beschäftigt: Werkstätte und Lager von Bellach und Genua nach Attiswil.

In Attiswil Werkstatt und Schaulager planen und einrichten.

Im zweiten Jahr:

Eine Plastik (Holzfigur) fertiggestellt, giessen lassen, angemalt. Lithografien.

Im dritten Jahr der Dreharbeiten:

Lithografien.

Doch vorallem beschäftigt mit der grossen Ausstellung seines Lebenswerks (in Bern zu seinem 8o. Geburtstag).

Urs Graf

Notizen zur Filmästhetik



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