Frauenstimmrecht.
Text aus dem Film «Der Söh–ne ja» (1970).

Frauenstimmrecht.
Text aus dem Film «Der Söh–ne ja» (1970).

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Frauenstimmrecht.
Text aus dem Film «Der Söh–ne ja» (1970).

Frauenstimmrecht.

Film «Der Söh–ne ja» (1970)


Im Film werden keine privaten Aussagen gegen das Frauenstimmrecht zitiert, sondern öffentliche Stellungnahmen in Zeitungen, im Parlament, in der Abstimmungspropaganda.

Ich glaube an das Gute im einzelnen Menschen, so lange er nicht als Masse auftritt. Ich glaube daher auch an das Gute in der Frau.

Herr M.

Aufgrund des Rütlischwurs anno 1291, des Bundesbriefes von 1315 und der Festlegung unserer Staatsverfassung 1848 ist die Schweiz die älteste, von weitsichtigen Männern gegründete Demokratie, also ein Männerstaat und dies ungeachtet der Überzahl der weiblichen Bevölkerung. Bekanntlich wird ein Staat gerade durch diejenigen Prinzipien erhalten, nach denen er gegründet wurde.

Frau St.

Es hat von jeher zur Würde des Schweizer-Mannes gehört, dass er sein Land verteidigt und seine Politik bestimmt – beides in einem Ausmass, das im Ausland unbekannt ist. Die kluge Schweizerin weiss wohl, dass sie nichts gewinnt, wenn sie dem Manne diese natürliche Würde streitig macht.

Bund der Zürcherinnen gegen das Frauenstimmrecht.

An solchen Prinzipien darf wahrlich nicht gerüttelt werden.

Frau St.

Ein wirklicher Fortschritt. lässt sich nie gegen die natürlichen Ordnungen erzielen. Die Missachtung einer solchen natürlichen Ordnung besteht zum Beispiel darin, nicht mehr zuzugeben, dass Männlichkeit in ungeschmälerte Übernahme von Verantwortung besteht und darin wächst.

Frau S.

Glauben die Befürworter des Frauenstimmrechtes wirklich, mit einer offenbar zielbewussten Untergrabung männlicher und väterlicher Autorität sei der Frau gedient?

Aktionskomitee gegen das Frauenstimmrecht im Kanton Zürich.

Durch die Befürwortung dieser fragwürdigen Rechtsforderung wird ein verhängnisvoller Beitrag geleistet zur Entehrung, Verwässerung und Entkräftung der uns gesetzten göttlichen Ordnungen.

Frau S., Frau St.

Wir sehen, dass der Vater auf Grund der göttlichen Ordnung also eine Autorität sein muss. Das Fundament unseres Staates – und das ist die Familie – ruht zutiefst auf dieser Autorität. Es muss uns nun befremden, dass die Befürworterinnen des Frauenstimmrechts gerade dieses Fundament zu unterhöhlen gedenken, indem sie eine Abänderung des Familienrechtes in Aussicht nehmen. Es sollen der Frau die gleichen Rechte verliehen werden. Gleiche Rechte also für beide Elternteile. Was garantiert dem Manne dann noch die Beibehaltung seiner Autorität?

Frau St.

Es hat nichts mit Gerechtigkeit zu tun, wenn Männer weich werden, wenn sie bereit sind, nachzugeben, um vor der Zwängerei Ruhe zu haben. Es steht jedem Bürger frei, diesen Weg in seiner eigenen Familie zu gehen – solange er nämlich die Folgen seiner Schwäche selber ausessen muss.

Bund der Zürcherinnen gegen das Frauenstimmrecht.

Urs Graf

Notizen zur Filmästhetik



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